Quer durch Spanien und bis ans Meer

Freitag der 13te, Tag des Aufbruchs. Nachdem wir eine Woche Spanien genossen haben brannte es uns doch in den Reiseschuhen. 

Wir hatten eine Alternativroute ausgetüftelt die unterhalb von Madrid einmal quer durchs Land führte und uns trotz der starken Reisebeschränkungen (Verbote seine Gemeinde zu verlassen, Ausgehverbote nach 21 Uhr usw.) am Freitag Nachmittag auf den Weg gemacht. 

Eine Herausforderungen an der Sache war unerwarteter Weise das Finden geöffneter Campingplätze, da viele nur ein Saisongeschäft führen.  Nach etwas hin und her waren  (die wahrscheinlich einzigen) Stationen auf der Strecke gefunden. 

Die Andere waren die Campingplätze selbst, die das ein oder andere „Abenteuer“ bereit hielten. Beides Orte, an denen ich mit dem Gedanken ins Bett gegangen bin „Oje, wo sind wir hier nur gelandet?“.  Mal ehrlich: wer baut denn eine Dusche, deren Eingang so schmal ist, das selbst ein nicht übermäßig breiter Mensch wie ich, seitwärts einrücken muss? Spannend. Schön daran ist die Erkenntnis, dass uns das und der ziemlich heruntergekommene Gesamteindruck eigentlich gar nichts ausgemacht haben.  Was wir brauchten war ein Platz an dem wir in der Nacht unseren Wohnwagen abstellen durften und Samstagmorgen Strom für den online Klavier- und Flötenunterricht hatten. Und das war da!

Am zweiten Abend in der Nähe von Mérida haben wir uns dann auf dem schlammigen Untergrund mit dem Auto festgefahren.  Wunderbar! Wenn ich daran denke, das wäre vor 4 Wochen irgendwo passiert, ich glaube es wäre anders gelaufen. Eigentlich war es sogar cool, Patric und die Kinder haben geschoben und Stöcker zum unterlegen gesucht und alle zusammen haben wir im wahrsten Sinne des Wortes die Karre aus dem Dreck geschoben. Als das Auto frei war haben die Kinder gejubelt und sich gefreut und waren stolz, weil wir es ohne sie nicht geschafft hätten. Es war ein einfach gutes Gefühl. Ich befürchte allerdings vor ein paar Wochen hätte Patric und mir die Ruhe und Frustrationsschwelle gefehlt diese Situation in ein so positives Erlebnis zu führen. Schade, denn ich finde, so sollte es doch eigentlich sein. 

Wie gut, das wir uns auf den Weg gemacht haben unsere Ruhe und Gelassenheit wieder zu finden. Als wir heute Nachmittag zusammen durch den Atlantik gelaufen sind ist noch ein großes Stück Gelassenheit angespült worden. Ich habe es eingesteckt, meinen Kindern beim Toben in den Wellen zugesehen und mich gefreut, dass ich die vier und diesen Mann an meiner Seite habe. Es könnte nicht besser sein!

2 thoughts on “Quer durch Spanien und bis ans Meer

  • Stephan Hornig says:

    Hallo Judith, hallo Patric, hallo ihr vier Mädels 🙂

    Ihr habt einen neuen Fan…
    Ich finde es mega mutig und beeindruckend wie ihr einfach los gefahren seid. Respekt….
    Cool wäre noch, wenn ihr die Route skizzieren würdet, dann kann man auf einer Karte (oder Gogglemaps o.ä.) euch verfolgen.
    Ich freue mich schon auf die nächsten Beitrag.
    Viel Spaß weiterhin und liebe Grüße aus der Heimat.

    Stephan (Liebe Grüße auch von Hanna und Jannis 🙂 )

    • Hallo Stephan,
      das freut uns sehr 🙂
      Ich bin gerade noch auf der Suche nach einem geeigneten Plugin für eine
      Karte und werde dann möglichst bald eine Route oder unsere einzelnen
      Stationen auf der Seite mit einbinden.
      Sonnige Grüße
      Patric

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